CHANGING CITIES

Die Mission von Changing Cities konzentriert sich auf die Gestaltung lebenswerter Städte. Sie schaffen ein Bewusstsein für zivilgesellschaftliche Probleme und setzen kreative Aktionen um, die Menschen dazu inspirieren sollen, selbst Veränderungen anzustoßen. Changing Cities unterstützt die Stadtbevölkerung dabei, sich in einer Vielzahl von Kampagnen und Initiativen zu engagieren. Sie bringen ihre Expertise in den politischen Diskurs ein, um die Rahmenbedingungen für die Verkehrswende vor Ort, auf Quartiersebene, bis hin zur landes- und bundespolitischen Ebene zu schaffen.

Atelier Gardens hat sich mit Changing Cities zusammengesetzt, als sie letztes Jahr auf den Campus gezogen sind. Weitere Informationen über die Arbeit von Changing Cities finden Sie hier:

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An einem verschneiten Februartag Anfang dieses Jahres erreichen knapp 40 vollgepackte Lastenräder unser Gelände. Es handelt sich um Changing Cities, den neuesten Mieter der Bürogebäude auf dem Komplex der Atelier Gardens. Der Verein, den manch eine:r noch mit dem Fahrrad-Volksentscheid in Berlin in Verbindung bringen wird, wurde 2016 gegründet. Die Motivation der Mitglieder? Radfahren komfortabel und sicher machen.

Ranghild Sørensen, Pressesprecherin von Changing Cities, erzählt der Verein habe damals innerhalb von dreieinhalb Wochen 100.000 Unterschriften für den Volksentscheid gesammelt. Dass die Stadt für eine Mobilitätswende bereit gewesen sei, erkennt auch die Regierung, und legt kurz darauf das Mobilitätsgesetz vor. Changing Cities setzt mit dem Volkentscheid eine Bewegung in Gang: heute, knapp 7 Jahre später, wurden in Deutschland über eine Million Unterschriften für weitere 54 Radentscheide gesammelt. Laut Sørensen ist das einer der größten Erfolge des Vereins: „Verkehrspolitik bleibt nicht mehr den Experten überlassen, sondern sie wird im öffentlichen Diskurs debattiert“.

Hin zur Umverteilung des öffentlichen Raums

Doch Changing Cities muss schnell einsehen, dass es mit der Verabschiedung des Mobilitätsgesetzes nicht getan ist. „Für die Umsetzung braucht es einen politischen Willen“, sagt Sørensen. Und der sei momentan nicht ausreichend vorhanden. Von den 2698 Kilometern Radweg, welche laut Mobilitätsgesetz bis 2030 gebaut werden sollten, wurden bis Januar 2023 gerade mal 113 Kilometer fertiggestellt – knappe 4,2 Prozent. Das entgeht einem Radnetz Monitoring.

Es braucht neue Ideen, also fängt der Verband von vorne an. Wieder wird eine Umverteilung des öffentlichen Raums über das Bottom-Up-Prinzip versucht, ausgehend von den Bürgern. An Barcelona inspiriert entsteht die Kiezblock-Kampagne: der Durchgangsverkehr soll aus den Kiezen herausgehalten werden, wodurch die Lebensqualität der Einwohner steigen soll. Eine ähnliche Idee verfolgt der Verein mit der Schulzonen-Kampagne. Hier soll durch einfache Maßnahmen die Schulwegsicherheit für Kinder garantiert werden. „Es gibt Schulen, die sieben Jahre für einen Zebrastreifen gekämpft haben und immer noch warten“, sagt Sørensen.

Großdemonstration gegen den Stopp des Ausbaus der Fahrradwege, 2. Juli 2023

Eine geteilte Philosophie

In den neuen Büros südlich vom Tempelhofer Feld fühlt sich das zwölfköpfige Team wohl. Mit dem Motto des Campus, „Soil, Soul, and Society“, kann sich der Verein gut identifizieren, weil es dessen Ambition, den öffentlichen Raum neu zu definieren, spiegelt. Vor allem im Gesellschaftsaspekt sieht Sørensen eine Überschneidung mit den Versuchen von Changing Cities, die Art und Weise des Miteinanderumgehens zu verändern.

Dadurch dass Changing Cities noch so neu ist, gibt es bislang kaum Berührungspunkte mit der Community der Atelier Gardens, doch gerade im Sommer erhofft sich der Verein viel von den Grünflächen außerhalb der Büros. „Wir wollen hier Treffen mit Ehrenamtlichen abhalten, in der Zukunft eventuell auch Konferenzen“, sagt Sørensen. Auch das Kino bietet interessante Möglichkeiten. Um auf dem Laufenden zu bleiben, und keine der Ereignisse in den Atelier Gardens zu verpassen, klicke auf diesen Link.

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