Ende der 70er strandete auch der Brite Mark Reeder hier. Den exentrischen Musiker und Musikproduzenten, der nicht nur ein Faible für alte robuste Militäruniformen hatte und die sein Markenzeichen wurden, sondern dessen Plattenlabel MFS die Berliner Elektro-Szene anfang der 90er maßgeblich beeinflusste, verschlug es nach West-Berlin vor allem wegen so bahnbrechender und progressiver Töne, wie jenen von Kraftwerk.

Ihn und seine Begegnungen mit Künstlern und Musikern der 80er machen Hoppe, Maeck und Lange zum Zentrum ihres Films. Faszinierend ist dabei wieder einmal das Spiel zwischen Wahrheit und Lüge. Ihre perfekte Montage des Materials lässt nicht erkennen, was hier echt und was nicht echt ist. Mit den Super8-Aufnahmen von Reeder, der selbst oft sein eigener Protagonist in seinen Filmen war und sein Leben in Berlin dokumentierte, und dem Material, das in Zusammenarbeit mit Jörg Buttgereit schon damals entstand, lassen die drei Regisseure noch einmal den Berliner Zeitgeist der pulsierenden 8oer auferstehen.

R.: Klaus Maeck, Heiko Lange u.a., D.: Mark Reeder, Gudrun Gut, Blixa Bargeld, Die Ärzte, Nick Cave u.a.
D 2015, 95 Min.

Tickets gibt es online und an der Abendkasse.

Abendkasse öffnet 30 Minuten vor Filmstart

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21:30

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